Arbeitszufriedenheit – Glücklich im Job?

Arbeitszufriedenheit – Glücklich im Job?

30.04.2015

Zum Thema „Arbeitszufriedenheit“ erschien Anfang des Jahres ein Interview von mir, im Herba Impulse Magazin, dem Kundenmagazin von Herba Chemosan. Sie können es in diesem Beitrag lesen, oder auch HIER als PDF ansehen.

 

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Welche Faktoren zur Zufriedenheit im Job beitragen, hängt stark von der jeweiligen Persönlichkeit ab. Im Interview spricht Arbeitspsychologin Mag. Simone Rothauer unter anderem darüber, warum Unzufriedenheit gefährlich werden kann, und gibt Tipps, um diese zu vermeiden.

Herba Impulse: WAS SIND ENTSCHEIDENDE FAKTOREN FÜR ZUFRIEDENHEIT IM BERUF?
Rothauer: Was zufrieden macht, ist grundsätzlich bei jedem Menschen verschieden und hängt davon ab, was uns persönlich wichtig ist. Zufriedenheit ist prinzipiell eine subjektive Sache. Natürlich gibt es aber Studien, die vier wichtige Faktoren für Zufriedenheit im Beruf aufzeigen: Der Inhalt der Arbeit muss interessant und abwechslungsreich sein. Es sollte Anerkennung und Wertschätzung geben. Außerdem die Möglichkeit, etwas zu erreichen, also Erfolg zu haben. Und auch Verantwortung zu übernehmen und sich weiterbilden zu können, ist entscheidend. Weitere wichtige Faktoren sind außerdem noch die Unternehmenspolitik, die Arbeitsbedingungen, die Beziehung zu den Kollegen und Vorgesetzten, die Arbeitssicherheit und die finanzielle Be- und Entlohnung.

WIE WICHTIG IST ZUFIREDENHEIT IM JOB? WAS BEWIRKT UNZUFRIEDENHEIT?
Zufriedenheit ist natürlich sehr wichtig für den Einzelnen und auch für das Team. Studien belegen, dass sich Zufriedenheit positiv auf die Fluktuation, die Fehlerhäufigkeit, auf Unfälle und auf Fehlzeiten auswirkt. Unzufriedenheit kann im Gegensatz dazu zu physischen und psychischen Erkrankungen führen. Wenn man also über einen längeren Zeitraum immer wieder Gefühle wie Demotivation und Angst in Zusammenhang mit dem aktuellen Job verspürt, sollte man die Zeichen wahrnehmen und handeln.

WAS KÖNNEN UNTERNEHMEN TUN, UM DIE ZUFRIEDENHEIT IHRER MITARBEITER ZU STEIGERN?
Da gibt es einiges: Ehrliche, genaue Tätigkeitsbeschreibungen abgeben, damit der Mitarbeiter klar weiß, was seine Aufgaben sind. Eine fundierte Einschulungs- und Eingewöhnungsphase anbieten. Regelmäßige, strukturierte Mitarbeitergespräche durchführen. Feedback in wertschätzender Haltung geben, ein kollegiales Miteinander fördern, Events organisieren, betriebliche Gesundheitsförderung, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Job-Rotation und flexible Arbeitszeiten anbieten. Das alles kann natürlich nur im Rahmen der Unternehmensziele stattfinden und es ist völlig klar, dass nicht jeder Betrieb alle diese Maßnahmen umsetzen kann. Aber Investitionen in die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlen sich immer aus!

TIPPS: WAS SIE ZUR EIGENEN ZUFRIEDENHEIT BEITRAGEN KÖNNEN
• Überlegen: Was macht mich persönlich glücklich?
• Sich fragen: Was will ich, was brauche ich? Erfüllt mein Job meine Vorstellungen und Erwartungen?
• In Eigenverantwortung handeln: artikulieren und kundtun, was ich möchte. Nicht erwarten, dass jemand die persönlichen Bedürfnisse errät.
• Selbst etwas ändern: z. B. das Gespräch mit einem Kollegen suchen, wenn es Spannungen gibt.

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